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Geboren: 15.12.1974
Name: Markus
e-mail: bOFi-X@radnomaden.de
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Vor der Reise:
Reisen, Reisen, Reisen, dazwischen Zivi beim Rettungsdienst, dutzende von mehr oder weniger guten Jobs und zu guter letzt ein Studium der Germanistik/ Soziologie/ Ethnologie welches mir den Abschluss eines Magister Artium der Germanistik einbrachte.
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Nach der Reise: Freier Journalist, Buch-Autor, Dia-Referent, Lieferant, Tapezierer... alles wofür man mit gutem Gewissen etwas Geld verlangen kann.
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Familie:
Ich habe wundervolle Eltern die mich auf meinen Reisen und auch sonst immer sehr unterstützen und eine zwei Jahre ältere Schwester die genau wie ich dem Reise-Virus erlegen ist, ihn aber genauso wie ihr Mann Turan zugunsten der Karriere zu kontrollieren gelernt hat.
Ausserdem bin ich seit dem 9. März 2005 stolzer Onkel von Levin.
Warum ich diese Reise unternahm:
Ein Traum, Selbstverwirklichung, Abenteuerlust??? Keine Ahnung. Es gibt keinen genauen Grund dafür, zumindest keinen bei dem der Fragende denken würde: “Ach so, jetzt kapier ich das endlich. Na dann viel Glück!”
Wahrscheinlich war es wie bei allen Reisen die ich bisher unternahm und noch unternehmen werde vor allem pure Neugier. Neugier auf andere Länder, Kulturen, Menschen, Sitten, Bräuche,
Landschaften und die eigene Willensstärke. Ausserdem wollte ich mal am eigenen Leib erfahren, wie groß die Welt ist, was per Flugzeug nunmal nicht möglich ist. Ted Simon hat dies meiner Meinung
nach in seinem Buch “Jupiters Fahrt” perfekt ausgedrückt, deswegen spar ich mir hier die Mühe langwieriger Erklärungen und zitiere ihn einfach:
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“Trotz der Kriege und des Tourismus und der Satellitenbilder ist die Welt noch genauso groß, wie sie immer war. Mich erfaßt Ehrfurcht, wenn ich bedenke, wiviel von ihr ich nie sehen
werde. In diesen Tagen ist es keine Affäre, um die Welt zu reisen, denn wenn man eine Menge Geld bezahlt, kann man in weniger als achtundvierzig Stunden ohne Aufenthalt um sie herumfliegen, aber um sie
kennenzulernen, sie zu riechen und zwischen den Zehen zu spüren, muß man kriechen. Es gibt keine andere Möglichkeit. Weder fliegen noch auf dem Wasser treiben. Man muß auf dem Erdboden bleiben und die
Insekten schlucken, während man sich fortbewegt. Dann ist die Welt von immenser Größe.”
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Warum am liebsten mit dem Rad? Weil man mit dem Fahrrad zwischen Punkt A und Punkt B reist, und nicht von
Punkt A nach Punkt B. Das ist ein großer Unterschied, denn man hat nicht die Möglichkeit sich über seine Umgebung hinwegzusetzen oder die hässlichenSeiten zu beschönigen. Andererseits erreicht man mit dem Fahrrad Orte und Landschaften von denen man gar nicht wußte das man sie besuchen wollte, und man sieht und erfährt Dinge, die man gar nicht sehen wollte und lieber nie gesehen hätte. Aber es gibt diese Dinge nunmal, und man kann seine Augen nicht davor verschließen, oder zumindest sollte man es nicht.
Vor der Reise nach China träumte ich von Begegnungen die ich erleben, und von Orten die ich sehen wollte. Aber die schönsten Orte fand ich immer da wo ich sie nicht gesucht habe, denn sie stehen in
keinem Reiseführer, und die schönsten der erhofften Begegnungen fanden da statt, wo ich sie nicht erwartet hätte. Genau diese Tatsache macht das Radreisen und andere Arten des langsamen Reisens
aus: Die Unplanbarkeit, die Überraschungen, und das erreichen und durchfahren von Gegenden, die auf der touristischen Weltkarte noch als weiße Flecken existieren.
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